Regenwasserabfluss: Skalierbare Datengrundlage für Kommunen in Deutschland und der Schweiz
Kommunale Verwaltungen stehen bei der Starkregenvorsorge vor einer Grundsatzfrage: Wie lässt sich der Regenwasserabfluss flurstücksscharf und dennoch wirtschaftlich für das gesamte Gemeinde- oder Kreisgebiet ermitteln? Unser Datenprodukt Regenwasserabfluss liefert dafür Kennwerte – berechnet für ein reguläres Bemessungsregenereignis und ein Starkregen-Extremereignis – und wird nun gezielt so weiterentwickelt, dass es für Kommunen jeder Größenordnung wirtschaftlich einsetzbar wird.
Bewährt für den Einzelfall, aber aufwendig in der Fläche
Die bisherige Berechnung stützt sich auf unsere KI-gestützte Grün- und Versiegelungsklassifizierung – bereits erfolgreich eingesetzt, unter anderem im Klimaportal des Landkreises Mainz-Bingen sowie in kommunalen Projekten in der Schweiz (u. a. Zürich, Biel). Für einzelne Gemeinden oder überschaubare Gebiete ist dieser Detailgrad ideal. Bei größeren Landkreisen oder mehreren Kommunen gleichzeitig wird der Aufwand jedoch schnell zum limitierenden Faktor.
Zwei neue, skalierbare Varianten für größere Gebiete
Damit Kommunen künftig nicht zwischen Detailgrad und Wirtschaftlichkeit wählen müssen, entwickeln wir zwei ergänzende Berechnungswege: eine Variante auf Basis von 3D-Gebäudemodellen (LoD) sowie eine Variante auf Basis des Versiegelungsgrads aus großflächig verfügbaren Rasterdaten. So lässt sich der passende Detailgrad künftig an die Größe und das Budget der jeweiligen Kommune anpassen – von der einzelnen Gemeinde bis zum Flächenlandkreis.
Ein Produkt, das mit der Kommune mitwächst
Ob kleine Gemeinde oder große Flächenkommune: Ziel ist ein Regenwasserabfluss-Datenprodukt, das sich flexibel auf unterschiedliche räumliche Ebenen und Gebietsgrößen anwenden lässt – als fundierte, flurstücksscharfe Grundlage für Starkregenvorsorge, Regenwassermanagement und kommunale Klimaanpassungsstrategien in Deutschland und der Schweiz.
Von der Datengrundlage zur Anwendung
Wer die Ergebnisse nicht nur für die interne Planung nutzen, sondern Bürgerinnen und Bürgern direkt zugänglich machen möchte, findet den passenden nächsten Baustein im Regenwasser- und Entsiegelungsrechner – wie er aktuell im Klimaportal des Landkreises Lüneburg integriert wird (siehe eigener Artikel in aktueller Newsletter-Ausgabe).
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Dorothea Ludwig.








