Interview mit Dr. Dorothea Ludwig – Wie Kommunen Wärmeplanung, Klimaanpassung und Stadtentwicklung zusammen denken
Am 28. August stellte Dr. Dorothea Ludwig im Namen der IP SYSCON auf der Online-EXPO „Digitale Zwillinge" die EK SUITE vor.
Im Zuge dessen wurde sie von Herrn Ravin von der Plattform Urban Digital zum Thema “Wie können Kommunen Wärmeplanung, Klimaanpassung und Stadtentwicklung zusammen denken, statt sie in einzelnen Projekten zu bearbeiten?” interviewt.
Das Interview finden Sie hier:
Herr Ravin: Wie hilft ein digitaler Zwilling Kommunen dabei, Wärmeplanung, Klimaanpassung und Stadtentwicklung zusammen zu denken, statt sie in einzelnen Projekten zu bearbeiten?
Dr. Dorothea Ludwig: Der entscheidende Vorteil liegt im fachübergreifenden Blick: Wärmeplanung, Klimaanpassung und Stadtentwicklung arbeiten nicht mehr mit voneinander getrennten Datenbeständen. In der EK Suite können die verschiedenen Fachdaten räumlich zusammengeführt, überlagert und gemeinsam analysiert werden. So werden Synergien und Zielkonflikte sichtbar und Maßnahmen können fachübergreifend geplant und priorisiert werden. Die einzelnen Themen bleiben dabei als digitale Fachzwillinge eigenständig nutzbar, greifen aber auf eine gemeinsame Plattform und Datenbasis zurück.
Herr Ravin: Was ist ein niedrigschwelliger Einstieg für Kommunen mit begrenzten Ressourcen in die kommunale Wärmeplanung mit der EK SUITE?
Dr. Dorothea Ludwig: Kommunen müssen nicht mit der kompletten Plattform starten. Sie können zunächst vorhandene Daten aus der Wärmeplanung in der EK Suite nutzbar machen und mit einem konkreten Anwendungsfall beginnen. Einzelne Ergebnisse können als öffentliche Anwendung freigeschaltet werden. Fachtools, Rechner oder weitere Themen wie Klimaanpassung oder Mobilität können später modular ergänzt werden. So entsteht Schritt für Schritt eine fachübergreifende Energie- und Klimaplattform.
Herr Ravin: Welchen konkreten Nutzen haben Klimaschutzbeauftragte im Alltag, wenn Energie- und Klimadaten in einem Fachzwilling zusammenlaufen?
Dr. Dorothea Ludwig: Für Klimaschutzbeauftragte wird aus vielen einzelnen Datenbeständen eine zentrale Arbeitsgrundlage. Sie können Maßnahmen priorisieren, Entwicklungen über Dashboards monitoren und Energie- und Klimathemen räumlich miteinander abwägen. Gleichzeitig lassen sich Ergebnisse verständlich für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit darstellen, eine wichtige Grundlage für fachübergreifende, nachvollziehbare und transparente Entscheidungen.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Dorothea Ludwig.







